Was ist eigentlich ein KI-Agent? – und zwei Regeln für die Sicherheit
Ein Satz, und die KI sucht dir den günstigsten Zug raus: So arbeitet ein KI-Agent, wo er gerade auftaucht und worauf du achten solltest.
Chatbot oder Agent?
Ein Chatbot antwortet auf das, was du schreibst. Ein KI-Agent bekommt ein Ziel und arbeitet es selbst ab: Er plant die Schritte, nutzt Werkzeuge wie Websuche, Browser oder Mail und meldet sich mit dem Ergebnis.
Anthropic unterscheidet dabei zwischen festen Abläufen, bei denen Code die Schritte vorgibt, und Agenten, die Ablauf und Werkzeuge selbst steuern.
So arbeitet ein Agent
- 1Ziel bekommen
- 2Schritte selbst planen
- 3Werkzeuge nutzen (Suche, Browser, Mail, Programme)
- 4Ergebnis zurückmelden
Ein Beispiel
Du schreibst: „Finde einen Zug nach Hamburg unter 50 Euro.“ Ein Agent sucht die Verbindungen, vergleicht Preise und Umstiege und legt dir die günstigste zur Buchung vor. Bezahlt wird erst, wenn du bestätigst.
Wo du Agenten gerade findest
- → Google: „Gemini agent“ für Unternehmen (vorgestellt am 8. Oktober 2026)
- → OpenAI: „dots“ in ChatGPT, dauerhaft laufende Agenten (29. September 2026; für Pro zum Start nicht in der EU)
- → Anthropic: dynamische Workflows für Claude Managed Agents, für Entwickler (9. Oktober 2026)
Zwei Regeln für die Sicherheit
- → Gib dem Agenten nur die Zugänge, die er für die Aufgabe braucht.
- → Lass wichtige Schritte bestätigen: Senden, Kaufen, Löschen, Veröffentlichen.
Aufgabe für einen Agenten sauber formulieren
„Ziel: <was am Ende vorliegen soll>. Nutze dafür nur <Werkzeuge/Quellen>. Frag mich, bevor du etwas sendest, kaufst, löschst oder veröffentlichst. Gib mir am Ende eine kurze Zusammenfassung mit Quellen.“
Quellen
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